Das Museum Bautzen lädt zu einem Abend mit mitreißender und unglaublich schöner Jazzmusik ein. Im Bewusstsein des traditionellen Jazzhandwerks, experimentieren die drei Musiker Lammel | Lauer | Bornstein mit modernen Klängen und schaffen so einen innovativen musikalischen Rahmen. 

Dynamisch vereint das Trio traumverlorene Melodien und harmonische Vielfalt, ansteckende Grooves und rhythmisch ausgefeilte Strukturen zu ihrer persönlichen Klangsprache. Der gemeinsame Erfahrungsschatz prägt ihren Sound und ihr Zusammenspiel. Jeder hat die Möglichkeit, sich aus der klassischen (Begleiter-)Rolle herauszubewegen. Intuitive Verständigung führt zu absoluter Verlässlichkeit, die in Improvisationen als sicherer Kompass die Richtung weist. Damit einher gehen noch ausgefeiltere Kompositionen. Die Musiker legen Wert auf eine fließende Ästhetik, sind aber nicht darauf aus, ihre überwiegend ungerade Metrik ins Bewusstsein des Publikums zu hämmern. 7/8- oder 5/4-Takte seien vor allem interessant, weil sie auch die Harmonien beeinflussten und sich dadurch neue Bögen ergäben, sagt Hauptkomponist René Bornstein. Erst das Aufbrechen gängiger Rhythmen und Kirchentonleitern öffne Räume für Klangfarben und Strukturen, die nicht nur das Publikum, sondern mitunter auch sie selbst überraschten.

Rechtzeitig zum zehnjährigen Bandjubiläum erschien im Oktober 2019 „Field“ (Traumton), das neue Werk der weit gereisten Musiker Mitte dreißig. Hier loten sie noch entschiedener die Spanne zwischen lyrischen Balladen und kraftvollen Stücken aus. Für ihr bereits Ende 2016 veröffentlichtes Album „Look At Me“ (Traumton Records) erhielten Pianist Andreas Lammel, Schlagzeuger Florian Lauer und Bassist René Bornstein eine „Jazz-Echo“-Nominierung und viel Lob von allen Seiten.

Eintritt: 10 €