Beginnend am Dresdener Hauptbahnhof führt eine ganztägige Busfahrt an Erinnerungsorte jüdischen Lebens in Ostsachsen und legte dazu Halte in Kamenz-Herrental, Salzenforst, Bautzen, Königshain und Görlitz ein. Im Fokus stehen dabei jene Orte, die im Zusammenhang von Verfolgung, Zwangsarbeit, Deportation und Vernichtung von Jüdinnen und Juden durch den NS-Staat stehen.

Der Bautzener Stopp führt zum jüdischen Friedhof in Bautzen und ins Museum Bautzen, wo der Museologe Hagen Schulz über das jüdische Leben in Bautzen in der Zeit von 1871 bis 1945 berichten wird. Spuren jüdischen Lebens und des dauerhaften Aufenthaltes von Jüdinnen und Juden in Bautzen lassen sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Nachdem sich Menschen jüdischen Glaubens seit 1450 nicht mehr in der Oberlausitz und in der Spreestadt ansiedeln durften, verschwanden Sie zunächst aus dem Bild der Stadt. Erst 1868 konnten sie sich mit der rechtlichen Gleichstellung der Religionen in Sachsen wieder dauerhaft in Bautzen niederlassen. In der Zeit des Kaiserreiches und der Weimarer Republik zwischen 1871 und 1933 integrierte die Gesellschaft die jüdische Bevölkerung weitgehend. Sie waren im Handel tätig und gründeten in der Stadt eine Vereinigung zur Religionspflege. Mit der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten setzte 1933 ihre Diskriminierung und Verfolgung ein, was zur Auslöschung des jüdischen Lebens in Bautzen führte. Anhand von Archivalien, Plänen, Fotografien und Bilddokumenten zeichnet Hagen Schulz die Spuren der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner nach.

 

Mehr zur Busfahrt können Sie unter Staffelstab – Erinnerung in Bewegung erfahren.

Ticketpreis pro Person 20,- €

Ticket buchen

Der Preis beinhaltet den Bustransfer, Führungsgebühren und den Museumseintritt.

Uhrzeit: Start 08.15 Uhr – Ende ca. 19.00 Uhr

Treffpunkt: 07.45 Uhr am Hauptbahnhof Dresden, Bayerische Straße

Halt

Kamenz Herrenthal

Salzenforst Gedenkstein

KZ Außenlager BZ

Jüdischer Friedhof BZ

Mittag Sorbisches Restaurant

Museum Bautzen

Königshain Paradiesfelsen

KZ Außenlager Görlitz

Jüdischer Friedhof Görlitz

Aufenthaltsdauer*

09.00 – 09.45 Uhr

10.15 – 11.00 Uhr

11.15  –12.00 Uhr

12.15 – 13.00 Uhr

13.15 – 14.15 Uhr

14.15 – 14.45 Uhr

15.15 – 16.15 Uhr

16.45 – 17.15 Uhr

17.30 – 18.00 Uhr

Treffpunkt

an der Gedenkstätte

gegenüber C. Miersch & Co.

Parkplatz Alstom

Parkplatz Werksgelände

 

Parkplatz BZ

Parkplatz Königshain

TBA

TBA

 

*Zeiten können abweichen

11.00 und 13.00 Uhr
Expertenführung mit Gerald Grajcarek zu den Möbeln des Oberlausitzer Berglandes im Museum Bautzen und im Depot. Anschließend besteht die Möglichkeit einer geführten Besichtigung des Depots.

Treffpunkt Foyer des Museums Bautzen, Kornmarkt 1, maximal 15 Personen, Voranmeldung unter 03591 534 933 möglich

Dauer: 60 min

14.00 Uhr
Führung mit Ulrich Schollmeyer durch die Gersdorffsche Sammlung, die Bücher, Grafiken und naturwissenschaftliche Geräte des Gelehrten Hans von Gersdorff (1630-1692) umfasst.

Maximal 15 Personen, Voranmeldung unter 03591 534 933 möglich.

Dauer: 60 min

15.00 und 16.00 Uhr
Führung durch das Lapidarium des Museums Bautzen: Bereits nach Fertigstellung des Museumsbaus 1912 wurde ein Lapidarium eingerichtet. Aktuell sind Taufbecken, Denkmale, Grabplatten und Bauteile aus Bautzen zu sehen. Ab 2027 wird die Steinsammlung wegen Bauarbeiten geräumt.

Dauer: 30 min

Am Sonntag, dem 13. September 2026, um 14.00 Uhr lädt das Museum Bautzen zu einer abschließenden Führung durch die Sonderausstellung »Ich male, also bin ich – Lutz Jungrichter, Malerei, Plastik« ein. Tanja Böhme vom Bautzener Kunstverein e. V. und David Balzer vom Museum Bautzen führen gemeinsam durch die Schau und präsentieren die Werke des Künstlers Lutz Jungrichter.

„Pingo, ergo sum“ – „Ich male, also bin ich.“ Mit diesem Lebensmotto variiert der Künstler den berühmten Satz von René Descartes und unterstreicht, wie tief sein künstlerisches Schaffen sein Dasein prägt. Jungrichters feines Gespür für den Augenblick, Freude am Leben, am Entdecken seiner Umwelt und eine große Liebe zur Kunst zeichnen sein künstlerisches Werk aus. Anlässlich seines 85. Geburtstages präsentiert die Ausstellung einen Querschnitt durch das vielseitige Werk des Bautzener Malers, Grafikers und Bildhauers, dessen Leben und Kunst untrennbar mit der Oberlausitz verbunden sind.

Am letzten Ausstellungstag ist der Eintritt ins Museum ab 14 Uhr frei.

Das Museum Bautzen lädt zu einer Führung durch die aktuelle Kabinettausstellung »Farbe erleben – sehen · entdecken · ausprobieren« ein. Die Schau verbindet naturwissenschaftliche, kulturelle sowie künstlerische Perspektiven und macht die vielschichtigen Dimensionen und Wirkungen von Farbe auf anschauliche Weise erlebbar. Ausgehend von den biologischen Grundlagen des Farbsehens und der unterschiedlichen menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit beleuchtet die Ausstellung den historischen Umgang mit Farbstoffen und Pigmenten und verdeutlicht, wie eng Farbe mit Technik, Alltag und gesellschaftlicher Entwicklung verknüpft ist.

Die Führung ist auf 25 Personen beschränkt. Wir empfehlen eine Anmeldung unter der Telefonnummer 03591 534-933 oder persönlich an der Museumskasse.

Eintritt: 7 €, ermäßigt 2 €, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr

Das Museum Bautzen lädt am letzten Ausstellungstag zu einer Führung durch die Kabinettausstellung »Farbe erleben – sehen · entdecken · ausprobieren« ein. Die Schau verbindet naturwissenschaftliche, kulturelle sowie künstlerische Perspektiven und macht die vielschichtigen Dimensionen und Wirkungen von Farbe auf anschauliche Weise erlebbar. Ausgehend von den biologischen Grundlagen des Farbsehens und der unterschiedlichen menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit beleuchtet die Ausstellung den historischen Umgang mit Farbstoffen und Pigmenten und verdeutlicht, wie eng Farbe mit Technik, Alltag und gesellschaftlicher Entwicklung verknüpft ist.

Die Führung ist auf 25 Personen beschränkt. Wir empfehlen eine Anmeldung unter der Telefonnummer 03591 534-933 oder persönlich an der Museumskasse.

Eintritt: 7 €, ermäßigt 2 €, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr