Im Rahmen der Kabinettausstellung "Spurensuche. Jüdische Geschichte in der Oberlausitz" im Museum Bautzen führt Diplom-Museologe Hagen Schulz durch den jüdischen Friedhof an der Muskauer Straße 67. Seit 1904 wurden auf dem Friedhof mit 23 Einzel- und Doppelgrabmalen insgesamt 30 Mitglieder der jüdischen Gemeinde und 4 russisch Kriegsgefangene beerdigt. Des weitern befindet sich dort ein Massengrab für 202 Opfer des Faschismus deutscher, polnischer und tschechoslowakischer Nation.
Alle bei der Führung auf dem Friedhof anwesenden Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen. Die Führung ist kostenfrei.
 

Weiterer Termin zur Friedhofsführung: 25. September, 15 Uhr

Die Kuratorinnen der Ausstellung „Kunst und Natur. -INO- Ingerose Jänichen-Kucharska. Retrospektive“ Ophelia Rehor und Laura Ostowski bieten einen geführten Rundgang durch die retrospektive Schau im Museum Bautzen am 14. Juli, um 17 Uhr an. Eine Auswahl an über 200 Objekten, bestehend aus Gemälden, Arbeiten auf Papier sowie Keramik, geben einen Einblick in die Entwicklung des künstlerischen Weges von Ingerose Jänichen-Kucharska.

Anhand der Kunstwerke wird von INOs Anfängen als Architektin, von ihrem Schaffen als Künstlerin und Gartengestalterin, vom Leben in Deutschland und Polen und von zahlreichen Reisen in ferne Länder erzählt. Historische, philosophische, poetische und musikalische Themen fließen dabei mit ein. Begleitet wird die Künstlerin stets von einer Suche nach Spiritualität, die sich auch in ihrer Kunst widerspiegelt. Ingerose Jänichen-Kucharska ist eine Lausitzer Künstlerin von außergewöhnlicher Vielseitigkeit. Sie wurde 1941 in Bautzen geboren und nahm von Kindheit an Mal- und Zeichenunterricht. Nach ihrem Architekturstudium in Dresden, eröffnete sie 1967 ihre erste Ausstellung. Sie studierte 1970/71 an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau. Ihre Kunstwerke wurden seither weltweit ausgestellt.

Weitere Termine für den Rundgang durch die Ausstellung: 31. Juli 2022, 11 Uhr und 14. August, 15 Uhr