Im Rahmen der Sonderausstellung »Kunst und Natur. – INO – Ingerose Jänichen-Kucharska. Retroperspektive« findet im Museum Bautzen ein interessanter Vortrag zum Thema Raku-Keramik statt.

Bei der Raku-Keramik (Raku-Yaki 楽焼) handelt es sich um hochwertige Teeschalen, die durch eine spezielle Brenntechnik hergestellt werden und in Japan höchstes Ansehen besitzen. Die Technik wurde im 16. Jahrhundert in Japan entwickelt und ist eng mit dem Geist des Zen-Buddhismus und der Teezeremonie (chanoyu 茶の湯 oder chado茶道) verbunden.
Die originalen Raku-Schalen verdeutlichen das Prinzip der Natürlichkeit und Schlichtheit und legen Wert auf klare Formen und Strukturen. Die Gefäße werden bevorzugt nicht auf der Töpferscheibe, sondern mit der Hand hergestellt, da die organische Unregelmäßigkeit sehr bewundert wird. Verschiedene Faktoren beeinflussen das nur bedingt vorhersehbare Ergebnis, so dass jeder Rakubrand einzigartige Resultate garantiert.
Das traditionelle Raku gelangte in den 1940er Jahren langsam nach Europa. Die Keramiktradition aus Fernost wurde aus westlicher Sicht neu interpretiert, so dass man „japanisches Raku“ von „westlichem Raku“ trennen kann. Die moderne Raku-Keramik zeichnet sich auch, im Gegensatz zum minimalistischen Aussehen der klassischen Gefäße, durch einen kontrastreichen und lebhaften Farbwechsel aus.

 

Referentin ist Frau Magdalena Kozar, Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dresden und Restauratorin in der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. 
Magdalena Kozar absolvierte ihr Studium im Bereich Restaurierung und Rekonstruktion von Keramik und Glas an der Eugeniusz Geppert Akademie der bildenden Künste in Breslau und Kunstgeschichte an der Universität Breslau. Ihre Faszination für japanische Keramik entwickelte sich durch die mehrjährige Tätigkeit als Restauratorin in der Dresdner Porzellansammlung. Magdalena Kozar lebte 2 Jahre in Japan und nahm dort an zahlreichen Restaurierungsprojekten und Schulungen teil. Durch individuelle Studienreisen zu den berühmten Keramikproduktionsstätten und der Teilnahme an japanischen Teezeremonien, konnte sie ihr Wissen über japanische Teekeramik erweitern und traditionelle Raku-Brennverfahren im Herkunftsland kennenlernen. Die Sammlung des Raku-Museums in Kyoto hat sie sehr beeindruckt und ermutigt, das besondere Brennverfahren weiter zu studieren.

Eintritt: 3,50 €, erm.: 2,50 €

Die Sonne als Lichtquelle und Lebensspender war schon immer ein zentrales Motiv in der Kunstgeschichte. Der Mond als geheimnisvolles Element der immer mit Respekt behandelten Nacht, wurde erst im 17. Jahrhundert als ein neues Thema von den Künstlern aufgenommen. Bald avancierte der Himmelskörper in der romantischen Malerei zu einem anbetungswürdigen Erdmond, mit dem viele Gedanken und Wünsche in Verbindung gebracht wurden. Mit zahlreichen Beispielen wird in dem Vortrag von Frau Marianne Risch-Stolz dieser Entwicklung der Monddarstellungen nachgegangen.
Der Vortrag findet im Museum Bautzen statt und ist eine Veranstaltung der Kreisvolkshochschule Bautzen.

Um Anmeldung bei der Kreisvolkshochschule Bautzen unter 03591 27229-0 wird gebeten.

Eintritt: 10 €

Museologe Hagen Schulz berichtet anhand von Grafiken, Fotografien, Stadtplänen und Dokumenten Wissenswertes über den Betrieb von Eiskellern im Bautzener Stadtgebiet vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Als es noch keine mit Gas oder Strom betriebenen Kühl- und Gefrierschränke gab, hielten die Menschen ihre Vorräte an leicht verderblichen Nahrungsmitteln im Sommer in geeigneten Räumen und unter Verwendung von Natureis frisch. Während in Städten die Keller der Häuser die Möglichkeit boten, diese Waren längere Zeit einzulagern, dienten in Gehöften auf dem Land auch Gruben und Brunnen zum Kühlhalten. Für Betriebe und Gastwirtschaften, die große Mengen an Lebensmitteln und Getränken produzierten, reichten diese Kühlmöglichkeiten nicht aus. Zur Kühlung nutzten sie große Posten an Eis, das in sog. Eiskellern gelagert wurde. Auch die Bautzener Schützenanstalt, die Bautzener Brauerei oder das Städtische Krankenhaus betrieben solche Eiskeller.

Dieser Vortrag ist eine Gemeinschaftsveranstaltung vom Museum Bautzen und dem Verein ALTSTADT BAUTZEN e. V.

Eintritt: 3,50 €, erm.: 2,50 €