Das Museum Bautzen lädt im Rahmen des Begleitprogramms zur Kabinettausstellung »Farbe erleben – sehen · entdecken · ausprobieren« zu einem Vortrag über die historische Farbstoffsammlung der Technischen Universität Dresden ein.

In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Plietker von der TU Dresden die faszinierende Entstehung der Farbchemie sowie die Anfänge der historischen Farbstoffsammlung, die zu den ältesten und umfangreichsten ihrer Art zählt. Mit über 8.000 Farbmustern in originalen Flaschen und Dosen sowie mehr als 500 Naturfarbstoffproben bietet sie ein einzigartiges Zeugnis zur Geschichte der Chemie. Eine Besonderheit der Sammlung im König-Bau der TU Dresden ist, dass sie heute noch in den historischen Räumlichkeiten aus dem Jahr 1926 besichtigt werden kann. Die Sammlung von Farbstoffen selbst geht auf das Jahr 1850 zurück und umfasste zunächst Naturfarbstoffe. Unter dem Leiter des Instituts für Farbenchemie und Färbereitechnik, Prof. Dr. Richard Möhlau, wuchs ihr Bestand von 1880 bis 1909 rasch an. Aus dieser Zeit stammt der größte Teil der gesammelten synthetischen Farbstoffe, die zur wissenschaftlich-technischen Untersuchung für die Anwendung in der Textil- und Druckindustrie dienten. Prof. Dr. Walter König übernahm 1913 die Leitung des Instituts und erweiterte in seiner Zeit als Institutsleiter die Sammlung. Nach dem zweiten Weltkrieg führte Prof. Dr. Bodo Hirsch die Sammlung weiter und katalogisierte die Farben nach dem aktuellen Farbindex. Heute wird die historische Farbstoffsammlung durch die Fakultät Chemie und Lebensmittelchemie betreut.

Eintritt: 7€, erm. 2€, frei für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung »Ich male, also bin ich – Lutz Jungrichter · Malerei · Plastik« lädt das Museum Bautzen zu einem Gespräch mit dem Künstler Lutz Jungrichter und dem Kunsthistoriker sowie Co-Kurator der Ausstellung, David Balzer, ein.

Lutz Jungrichter und David Balzer diskutieren über das weitreichende Wirken des Künstlers, seine Inspirationsquellen, Vorbilder sowie Einflüsse, die seine spezifische Kunst prägen und weiter vorantreiben. Ob Stillleben oder Aktdarstellung, italienische oder Oberlausitzer Hügellandschaft, Fischmarkt in Venedig oder die Ruine der Nikolaikirche in Bautzen: Leidenschaft für die Kunst lässt sich auf Lutz Jungrichters Bildern entdecken.

Inmitten der Ausstellung soll in einem inklusiven Gesprächsformat über die Bandbreite von Jungrichters reichem Künstlerleben diskutiert werden. Besucherinnen und Besucher sind somit herzlich eingeladen sich ins Gespräch einzubringen, Motiven auf den Grund zu gehen oder schlichtweg ihre eigenen Eindrücke zu schildern. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Erkundungstour durch ein weitreichendes und spannendes Oeuvre.

Eintritt ins Museum: 7€, erm. 2€, frei für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr