Vortragsthema: Jugendstil Schmuck

Referentin: Dr. Marianne Risch-Stolz

In Schmuckstücken offenbart sich der jeweilige Zeitgeist, das gilt im Besonderen für den Jugendstil-Schmuck. Um 1900 waren die Menschen fasziniert von Armspangen, Halsketten, Ohrringen, Broschen und Schmuckanhängern z.B. in Form von Schmetterlingsfrauen oder Libellen. Neben dem Juwelierschmuck mit möglichst viel wertvollem Material entstand auch kostengünstigerer Schmuck, der von einer breiteren Allgemeinheit getragen werden konnte. Jugendstil-Schmuck vereinte die Sehnsucht nach einer Naturidylle mit einem großartigen Einfallsreichtum. Der Schmuck sollte nicht nur funktional sein, sondern zudem Leichtigkeit aufweisen. Als Unikate oder höchstens in kleiner Auflage wurden die „Objets d'arts“ entworfen, die mit berühmten Namen wie René Lalique, Alfons Mucha oder Vertreter der Wiener Secession wie Koloman Moser oder Josef Hofmann verbunden sind. Schmuckstücke des Jugendstils sind immer ein Fest der Kreativität!

Bitte melden Sie sich bei der Kreisvolkshochschule Bautzen für den Vortrag an.

Informationen und Anmeldung

Kreisvolkshochschule Bautzen

Bautzen 03591 27229-0 / Kamenz 03578 3096-30 / Radeberg 03528 4163-83

Gebühr:12,00 EUR

www.kvhsbautzen.de

Das Museum Bautzen lädt am Donnerstag, dem 26. Februar 2025, um 19.00 Uhr, zum Vortrag »Abbild und Wirklichkeit – Zum Aussagewert Bautzener Stadtansichten bis 1900« ein. Im Rahmen des Vortrages stellt der Diplom-Museologe Hagen Schulz Ansichten der Stadt vor und geht dabei der Frage nach, wie authentisch die Bilder den Stadt- und Landschaftraum abbilden.

Das von Türmen geprägte Stadtpanorama Bautzens gehört zu den eindrucksvollsten in Sachsen und ganz Mitteldeutschland. Sein malerisches und feingliedriges Antlitz, geprägt von der Lage der Stadt über dem Spreetal faszinierte bereits in den 1620er Jahren Künstler. Seit dieser Zeit dokumentieren Sie durch Gesamt- und Detailansichten das äußere Erscheinungsbild und den architektonischen Wandel Bautzens sowie militärische, politische und kulturelle Ereignisse.

Wie die Stadt und die sie umgebenden Landschaft in den Ansichten dargestellt wurde, unterlag dem Verhältnis von Abbild und Wirklichkeit. Dieses Verhältnis veränderte sich mit dem Wandel der epochespezifischen Seh- und Darstellungsweisen sowie den Konventionen der künstlerisch-formalen Bildgestaltung. Zu diesen gehörten die Wahl des Standortes und der Perspektive, der Einsatz von Licht und Schatten, Farbigkeit und Staffagen. Darüber hinaus bestand eine Wechselbeziehung zwischen der Entstehungszeit, der Zweckbestimmung, der Aussageintention des Künstlers und dem im Bild festgehaltenen Zustand. Der Bogen spannte sich dabei von symbolischen Belagerungsszenen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, über „Idealbilder“ im Barockzeitalter bis hin zu topografisch präzisen Stadtporträts im 19. Jahrhundert.

Bei der Betrachtung der Ansichten als Bildquellen ist die Frage der Authentizität der Darstellung im Spannungsverhältnis zwischen Wirklichkeit und künstlerischer Interpretation von Bedeutung. Perspektivische Verzerrungen und übersteigerte Proportionen sowie die Überhöhung und Absenkung, die Streckung und Stauchung bestimmter Bereiche der Stadt veränderten die Bildwirkung. Dieses beeinflussten auch die inszenierte beziehungsweise schematisierte und fehlerhafte Abbildung der Bebauung. Die Wiedergabe der Stadt erfolgte zum Teil noch bis in das 19. Jahrhundert hinein nicht im realistischen Sinne, sondern als Ausdruck von Bedeutung, Ordnung und Stabilität. Skizzen und Studien, die am Beginn des künstlerischen Schaffensprozesses standen, bildeten dabei das Stadtbild besonders wirklichkeitsgetreu und perspektivisch stimmig ab.

Vortragsthema: Antoine Watteau (1684-1721)

Referentin: Dr. Marianne Risch-Stolz

Dieser von Friedrich dem Großen hochgeschätzte Künstler bildete sich nach Gemälden von Rubens und anderer niederländischer Meister, arbeitete eine Zeit lang für einen Bilderhändler, entwarf Bühnendekorationen und wurde 1717 Mitglied der Académie Royale. Er gründete mit seinen Motiven der galanten Feste, Schauspielerdarstellungen und Schäferstücke eine ganz neue Malgattung, die zudem Einfluss auf die Modetracht seiner und der späteren Zeit ausübte. So wird man im Kurs anhand der Bildbeispiele u.a. die Coiffures à la Watteau, die Watteauhäubchen und die Negligées à la Watteau kennen lernen können.

Bitte melden Sie sich bei der Kreisvolkshochschule Bautzen für den Vortrag an.

Informationen und Anmeldung

Kreisvolkshochschule Bautzen

Bautzen 03591 27229-0 / Kamenz 03578 3096-30 / Radeberg 03528 4163-83

Gebühr:12,00 EUR

www.kvhsbautzen.de