Frau Marianne Risch-Stolz berichtet in einem Vortrag der Kreisvolkshochschule über das Leben und Wirken Matthias Grünewalds. Er wurde 1509 Hofmaler des Erzbischofs Uriel von Gremmingen in Aschaffenburg und übernahm dort den Umbau des Schlosses. Darüber hinaus bekam er den Auftrag zu Dürers großem Altar der „Himmelfahrt Mariä“ vier Standflügel in Grisaille zu malen. Berühmt wurde Grünewald aber vor allem durch den Isenheimer Altar, dessen Bemalung durch seine visionäre Ausdruckskraft eine singuläre Stellung in der Kunst darstellt. Weitere herausragende Kunstwerke Grünewalds sind die „Stuppacher Madonna“ für die Maria-Schnee-Kapelle in Aschaffenburg und der Erasmus-Mauritius-Altar im Dom in Halle. 1525/26 verlor Grünewald jedoch wegen seiner Beteiligung am Bauernkrieg und seiner Sympathien für die Reformation die Stellung als Hofmaler und flüchtet ins lutherische Frankfurt.1527 ging er als städtischer „Wasserkunstmacher“ nach Halle, wo er seit dem 1. September 1528 als verstorben gilt.

Um Anmeldung bei der Kreisvolkshochschule Bautzen unter 03591 27229-0 wird gebeten.

Eintritt: 10 €

Das Museum Bautzen lädt zu einem Museumsgespräch mit dem Thema »Dr. Gregorius Mättig (1585-1650) – Arzt, Ratsherr und Stifter in Bautzen« ein. Den Anlass für die Durchführung dieser Veranstaltung bildet das Erscheinen des von der Dr. Gregorius-Mättig-Stiftung herausgegeben Mosaik-Sonderheftes »Die Abrafaxe in Bautzen – Gregorius Mättig und das Geheimnis der Unsterblichkeit« im Dezember 2022. Im Rahmen des Museumsgespräches führt der Museologe Hagen Schulz anhand von ausgewählten Archivalien und Bildquellen in das Leben und Wirken von Gregorius Mättig ein und gibt einen Überblick über die von ihm ins Leben gerufen Stiftungen und deren Geschichte.

Eintritt: 3,50 €    erm.: 2,50 €

Frau Marianne Risch-Stolz von der Kreisvolkshochschule Bautzen berichtet Interessantes zum Maler, Bildhauer und Bühnenbildner Oskar Schlemmer (1888-1943), der die menschliche Figur zu seinem zentralen Thema erhob. Immer wieder probte er die Raumwirkungen stereometrischer Figuren oder miteinander verwobene Figurengruppen. Mit dieser Ausdrucksform wollte Schlemmer 1920-1932 eine universelle Harmonie erreichen, genau die Schaffensphase, die ihn ans Bauhaus führte. Im Zuge dieser Tätigkeit schuf er 1922 sein berühmtes „Triadisches Ballett“, dessen „Figurinen“ als Kostümkörper aus raumplastischen Elementen agieren. Ab 1928 übernahm er bis zu seiner Berufung nach Breslau (1929) Lehrverpflichtungen. Er arbeitet zudem mit Paul Hindemith, Igor Strawinsky und Arnold Schönberg zusammen. 1932 erfolgte die Schließung der Staatlichen Akademie für Kunst und Gewerbe in Breslau, auf die Jahre der allmählichen Verdrängung Schlemmers aus dem Kunstbetrieb folgten. 1937 wurden in der Ausstellung „Entartete Kunst“ fünf Gemälde gezeigt, finanzielle und existentielle Not des Künstlers folgten. Die wenigen, dazu noch unbefriedigenden Auftragsarbeiten lösten beim Künstler einen chronischen Krankheitszustand aus, dem er schließlich nichts mehr entgegensetzen konnte, so dass er am 13. April 1943 einer Herzlähmung erlag.

Um Anmeldung bei der Kreisvolkshochschule Bautzen unter 03591 27229-0 wird gebeten.

Eintritt: 10 €