Kommende Ausstellungen im Museum Bautzen 2026

Kabinettausstellung: Freie Gruppe Oberlausitz
7. November 2026 bis 2. Mai 2027

Die Künstlergruppe „Freie Gruppe Oberlausitz“ setzte sich aus den Malern und Grafikern Rolf Werstler, Falk Nützsche, Jens Hackel sowie dem Plastiker Thomas Franz zusammen und existierte von 1993 bis 2003. Die vier regional tätigen Künstler bildeten ihren festen Kern, der ab 1997 für gelegentliche Ausstellungsbeteiligungen durch die Künstler Klaus Drechsler, Karsten Richter, Peter Brunko und Hermann Grunert erweitert wurde. Gemeinsam war ihnen, freiheitlich in der Kunst tätig zu werden.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl gemeinsamer Themenbereiche wie Stillleben, Stadtansichten, Landschaften, Impressionen Nordirlands, Gruppenbilder oder Porträts der Freien Gruppe Oberlausitz in Malerei und Grafik. Darüber hinaus präsentiert sie personenbezogen Spezifisches aus biblischen, kosmischen oder kritischen Thematiken, wobei individuelle Besonderheiten der vier Künstler zur Geltung kommen.
Das Museum Bautzen lädt ein, das breitgefächerte und spannende Schaffen der Künstlergruppe zu entdecken und in ihre mannigfaltigen Sichtweisen auf unsere Gegenwart sowie jüngere Vergangenheit einzutauchen.

Sonderausstellung: Wald · Wolf · Wildnis
28. November 2026 bis 2. Mai 2027
»Wald, Wolf, Wildnis« nennt sich das von der Malerin Gisela Krohn initiierte und kuratierte Ausstellungsprojekt, das mit künstlerischen Mitteln die Komplexität und Mannigfaltigkeit des Verhältnisses von Mensch und Natur herausarbeitet. Es soll sichtbar gemacht werden, dass Kunst auf besondere Weise dazu geeignet ist, die Natur, insbesondere die Wildnis, in ihrer Gesamtheit zur Darstellung zu bringen und dabei mehrere Ebenen der menschlichen Wahrnehmung anzusprechen.
Das Museum Bautzen erweitert die künstlerische Perspektive der Ausstellung um eine kulturhistorische Auseinandersetzung auf die Phänomene Wald, Wolf, Wildnis. Mythen, Sagen und Märchen thematisieren seit Jahrhunderten das Verhältnis des Menschen zu ihnen, während moderne Medien althergebrachte Vorstellungen aufgreifen und sie in unsere Zeit weitertransportieren. Zugleich sind Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Forschung hinzugetreten, die bekannte Stereotype hinterfragen. Die vielseitige Ausstellung möchte den Blick auf das faszinierende Lebewesen Wolf und seinen Lebensraum öffnen.